Einweihung - News

Einweihung

der sanierten und erweiterten Wohn- und Geschäftsimmobilie am Marktplatz in Remich

Am 14. Juli fand die feierliche Einweihung der sanierten und erweiterten Immobilie mit sechs Wohnungen und zwei Geschäftseinheiten am Marktplatz in Remich statt.

An der Veranstaltung nahmen Herr Jacques Sitz, Bürgermeister der Stadt Remich, Frau Diane Dupont, Präsidentin des Verwaltungsrats des Fonds du Logement, sowie Herr Jacques Vandivinit, Direktor des Fonds du Logement, teil.

Das Projekt umfasste die Sanierung eines historischen Gebäudes der Stadt Remich – des ehemaligen Postgebäudes aus dem Jahr 1720 – sowie dessen Erweiterung, um neuen Wohnraum und Gewerbeflächen zu schaffen. Die Planung des Vorhabens begann bereits vor rund zehn Jahren, während die Bauausführung etwa 18 Monate in Anspruch nahm.

Mitten im Herzen von Remich vereint dieses Projekt die Bewahrung des historischen Erbes mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Neben der Renovierung des teilweise denkmalgeschützten Bestandsgebäudes entstand ein moderner Erweiterungsbau. Beide Gebäudeteile sind durch einen Innenhof (Patio) miteinander verbunden, der für natürliches Licht und eine hohe Aufenthaltsqualität sorgt.

Das Ensemble umfasst sechs Wohnungen mit ein bis drei Schlafzimmern und Wohnflächen zwischen 53 und 133 m², darunter auch eine barrierefreie Einheit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Hinzu kommen zwei Gewerbeflächen. Die Wohnungen sind für die bezahlbare Vermietung vorgesehen und werden inklusive ausgestatteter Küche sowie Beleuchtung übergeben. Die Gewerbeflächen werden hingegen zu marktüblichen Konditionen vermietet.

Die Umsetzung dieses anspruchsvollen Projekts war mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. So musste unter anderem die Anwesenheit von Fledermäusen, einer geschützten Tierart, berücksichtigt werden. Dies beeinflusste sowohl den Zeitplan der Dacharbeiten als auch die Durchführung der Sanierung des historischen Dachstuhls.

Eine weitere Besonderheit bestand in der Lage des Gebäudes innerhalb eines Überschwemmungsgebiets. Beim Hochwasser im Jahr 2021 stand das Erdgeschoss vollständig unter Wasser. Diese Gegebenheit wurde bei der Planung berücksichtigt: Das Gebäude verfügt über eine spezielle Schleuse, in die eindringendes Wasser geleitet und gegebenenfalls über die Kellerräume wieder abgeführt werden kann. Die Schleuse wurde in Sichtbeton ausgeführt. Zusätzlich wurde die Wandverkleidung mit einem Abstand zur Wand montiert, um im Falle einer Überschwemmung eine optimale Trocknung der Bauteile zu ermöglichen.

Auch historische Bauelemente und vorhandene Relikte wurden bewusst in das Projekt integriert. So wurden die unter dem Gebäude vorhandenen Gewölbekeller erhalten und durch eine gezielte Beleuchtung sowie eine offene Gitterkonstruktion in Szene gesetzt. Darüber hinaus wurde die historische Holztreppe sorgfältig restauriert und erstrahlt heute wieder in ihrem ursprünglichen Glanz.

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